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„ProRad“ lobt testweisen Winterdienst auf Radwegen

Gleichzeitig kritisiert die Bürgerinitiative den Landesbetrieb Straßen.NRW. Geschäftsstelle an der Kämergasse eröffnet.

Düren Seit rund Anfang Dezember hat der Dürener Servicebetrieb (DSB) probehalber einige Radwege in Düren in den Winterdienst aufgenommen. Die Initiative „ProRad“ freut sich, dass Fahrradfahrer nun auch im Winter sicherer unterwegs sein können. „Das trägt dazu bei, dass es nicht zu einem erhöhten Pkw-Verkehrsaufkommen in der Stadt kommt“, heißt es in einer Mitteilung. „ProRad“ habe nach dem letzten Winter ein sehr konstruktives Gespräch mit der Leitung der DSB geführt, um zu erreichen, dass Radfahrer auch im Winter die Radwege benutzen können. „Es bleibt zwar dabei, dass die Fahrbahnen zuerst geräumt werden, aber dennoch – das Signal an die Radfahrer ist: Wir tun was“, teilt „ProRad“ mit.

„Wir freuen uns, dass der DSB seine Zusage eingehalten hat und die Radiale Zülpicher Straße sowie die Radiale Nideggener/Kreuzauer Straße mit Oberstraße von Schnee und Eis befreit hat. Zwar noch nicht lückenlos, aber aller Anfang ist ja bekanntlich schwer.“ Die Initiative hofft, dass die Aktion auf weitere Radwege ausgeweitet wird.

Bei dieser Gelegenheit kritisiert „ProRad“ den Landesbetrieb Straßen.NRW: „Die Verantwortlichen für Radwege an Landesstraßen sehen sich offenbar nicht in der Pflicht. So lag der Radweg an der L 249 zwischen Kreuzau und Niederau am Mittwoch ebenso unter einer Schneedecke wie der Abschnitt auf Höhe der Kuhbrücke an der gleichen Strecke.“ Die Initiative will sich weiter um einen besseren Winterdienst an Radwegen bemühen, da Lücken dazu führen würden, dass das Fahrrad doch im Keller bleibt.

 

Geschäftsstelle eröffnet

 

„ProRad“ hat nun auch eine Geschäftsstelle im DGB Gewerkschaftshaus an der Kämergasse 27. Die Geschäftsstelle ist in den Büroräumen eines Ingenieurbüros untergebracht. Interessierte Bürger können sich dort zu Themen des Radverkehrs informieren. Die Geschäftsstelle ist in der Regel zu den üblichen Bürozeiten besetzt. Telefonisch ist sie unter 02421/3889662 zu erreichen. Dort können die Reflektorwesten mit dem Piktogramm „1,5 Meter Abstand“ erworben werden, die Autofahrer auf den Mindestabstand hinweisen (7,50 Euro).

26.01.2019 / Dürener Nachrichten / Seite 17 / LOKALES