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Damit das Kirchspiel nicht vergessen wird...

Eine Ausstellung sorgt ab Donnerstag dafür, dass die Geschichte der Umsiedlung weitergetragen wird. Projekt des Fördervereins.

Eschweiler-Dürwiß Das Jubiläum setzt sich fort. 50 Jahre ist es nun her, dass der Startschuss fiel für die Umsiedlung des Kirchspiels Lohn. Fünf Dörfer waren betroffen: Erberich, Fronhoven, Langendorf, Lohn und Pützlohn. Zwei Monate ist es nun her, dass die großen Feiern anlässlich des Jubiläums nach Neu-Lohn lockten und unter anderem jene vereinten, die Lohn zu ihrer neuen Heimat zählten oder es heute tun. Doch damit nicht genug: Der Förderverein 50 Jahre Umsiedlung Kirchspiel Lohn engagiert sich mit weiteren Projekten dafür, dass die Erinnerung an fünf Jahrzehnte lebendig wird. Eine Ausstellung in der Dürwisser Geschäftsstelle der Sparkasse sorgt ab Donnerstag dafür, dass die Geschichte der Umsiedlung weitergetragen wird.

Fünf Jahrzehnte seit der Umsiedlung

Nicht lange gezögert hat die Geschäftsstelle aus dem benachbarten Stadtteil im Eschweiler Norden unter Leitung von Stephan Theißen und sagte zu, als der Förderverein eine Ausstellung vorschlug. Diese bildet die fünf Jahrzehnte ab, die seit der Umsiedlung aufgrund der Tagebaue Zukunft und Inden vergangen sind. Neu-Lohn war damals ausgewiesener Umsiedlungsstandort und hatte die Herausforderung zu meistern, den über ein Jahrzehnt andauernden Umzug zu meistern. Infrastrukturelle und gesellschaftliche Hürden wie die Vereinsarbeit machten es nicht leichter, dass das alte Kirchspiel Lohn seine „Heimat verlor“.

Doch, und da sind sich sowohl die in der Fördergesellschaft kooperierenden Ortsvereine und Theißen einig, Lohn zeichnet sich seit jeher durch Vereinsvielfalt und enge Bande aus. Die Dorfgemeinschaft halte zusammen und so wurde nicht nur das neue Dorf groß, auch das Jubiläum wurde lange im Voraus intensiv gemeinsam geplant. Neben dem großen Festwochenende war von Anfang an eine Reihe von Jubiläumsaktionen geplant, darunter die Ausstellung, die nun in Dürwiß fortgesetzt wird.

Multimedial ausgestaltet

Bereits im Juni wurde diese derart rege im Gasthof Rinkens angenommen, dass ein ruhiger und konzentrierter Rundgang erschwert möglich war. Multimedial ausgestaltet ist die Ausstellung, Rollups geben einen Überblick über die Historie von 1968 bis 2018 und Bilder und Videos werden über ein digitales Mediensystem präsentiert. Die Festschrift ermöglicht es zudem, dass die Informationen gegen eine geringfügige Schutzgebühr erworben und mitgenommen werden können. Matthias Schmitz vom Förderverein ist ebenso wie Theißen optimistisch, dass die Fortsetzung der Ausstellung ebenso aktiv angenommen wird wie vor zwei Monaten. Vom 13. bis zum 20. September können sich Interessierte in der Dürwisser Geschäftsstelle der Sparkasse über das Geschehene informieren. Und auch im Anschluss reist die Rückschau weiter. Vom 16. bis zum 31. Oktober wird im indestädtischen Rathaus ausgestellt, Stationen in Aldenhoven und Jülich sind in Planung. Darüber hinaus hat das Lohner Geocaching dafür gesorgt, dass die Münzen der elektronischen Schnitzeljagd bisher mehrere Tausend Kilometer gereist sind. Ein weiteres Projekt ist zudem die Errichtung einer Gedenktafel, die an die 50 Jahre Umsiedlung erinnert und da zieht, in gewohnter Lohner Manier, die Gemeinschaft an einem Strang. (mah)

Infobox

„50 Jahre Umsiedlung Kirchspiel Lohn“

Die Ausstellung ist in der Sparkasse Dürwiß von Donnerstag, 13. bis Donnerstag,20. September zu sehen.

Die Öffnungszeiten der Geschäftsstelle Dürwiß, Grünstraße 18: Montag bis Donnerstag, 9.30 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr, Freitag 9.30 bis 13 Uhr.

11.09.2018 / Eschweiler Zeitung / Seite 19 / Lokales