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Die MGJ-Auktion bringt reichlich Geld ein: 89 Werke ersteigert

Der Erlös von knapp 8000 Euro kommt der Digitalisierung der Schule zugute

Jülich. Um Gelder für die Schule zu sammeln, hat die Stiftung des Mädchengymnasiums Jülich (MGJ) zum ersten Mal eine Kunstauktion veranstaltet.

Dazu stellten regionale Künstler ihre Werke zur Verfügung. „Alle Werke sind gestiftet“, sagte die Initiatorin des Events, Ines Nagelschmitz. Auch aktuelle und ehemalige Lehrkräfte sowie die Oberstufenschüler brachten Bilder und Skulpturen mit in die Auktion ein.

„Es ist toll, dass das eigene Kunstwerk der Schule zugutekommt und nicht nur zu Hause rumsteht“, sagte Schülerin Viviane Esser (16). Sie hatte zusammen mit ihrem Kurs 15 Nanas angefertigt, die sich an den Pop-Art-Plastiken der Künstlerin Niki de Saint Phalle orientieren.

Insgesamt kamen alleine durch die Nanas 1015 Euro für die Schule zusammen. Obwohl der frühere stellvertretende Schulleiter Peter Nieveler zuvor in seiner Rede als Schirmherr der Kunstaktion seiner Frau Elfriede versprach, keine Objekte zu erwerben, weil bereits das ganze Haus voller Kunst sei, setzte sich das Paar gemeinsam beim größten Bieterwettstreit um die Plastiken bei einer weißen, blumengeschmückten Nana-Figur mit einem Gebot von 200 Euro durch.

Mit von Schülerinnen kreierten Kantenhockern und aufgearbeiteten Stühlen ergab sich somit allein durch die Schülerprojekte ein Erlös von 2095 Euro.

Darüber hinaus wurden während der Auktion gut 70 weitere Kunstwerke regionaler Kreativer angeboten, von denen 40 neue Besitzer fanden.

Das höchste Gebot wurde dabei für ein Konvolut von vier Bildern abgegeben. Das Werk „Blau in bunt“ von Annette Klein erzielte durch ein schriftliches Vorgebot 1000 Euro, was für einen lauten Applaus der gut 70 Besucher sorgte.

Alles in allem brachte die Aktion der Stiftung eine Summe von knapp 8000 Euro in die Kassen der Schule, wozu Schulleiterin Christiane Clemens sagte: „Ich bin total begeistert. Die Auktion hilft uns bei der Digitalisierung der Schule weiter.“

Allerdings reicht das noch nicht, denn rund 5000 Euro pro Klassenraum kostet alleine die Hardware wie Laptops oder Beamer. Die Schule hat 26 Klassenräume. Von denen sind zwar einige bereits ausgestattet, aber alle Kosten seien laut Schulleiterin noch längst nicht gedeckt. Besonders, weil weitere Faktoren wie beispielsweise die Verkabelung der gesamten Schule hinzukommen. Ein Anfang aber ist gemacht.

24.03.2018 / Jülicher Zeitung / Seite 17 / Lokales