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Die Gemeinde investiert weiter in den Klimaschutz

Fünf weitere Ladesäulen für Elektroautos in Betrieb genommen. Kommune beteiligt sich mit 40.000 Euro an der Infrastruktur.

Niederzier Klimaschutz gibt es nicht zum Nulltarif. Das hindert die Gemeinde Niederzier aber nicht daran, weiter in den Ausbau erneuerbarer Energien zu investieren. Nach dem Bau der Solarautobahn auf einem Teilstück der alten A4 und der Beteiligung an einem Windrad am Fuß der Sophienhöhe liegt der Fokus nun auf dem Ausbau des Ladenetzes für Elektroautos.

Bislang gab es im Gemeindegebiet zwei öffentliche Ladesäulen, am Rathaus und in der „Neuen Mitte“. Ab sofort stehen den Bürgern fünf weitere Stromtankstellen zur Verfügung: am Parkplatz Schwarzer Weg in Huchem-Stammeln, am Parkplatz Martinusstraße in Oberzier, am Parkplatz Breitestraße in Niederzier sowie zwei weitere auf dem neuen Parkplatz am Schulzentrum. 16.000 Euro kostet der Betrieb einer einzelnen Säule hochgerechnet auf acht Jahre, erklärt Walfried Heinen von Innogy. 2500 Euro steuert der Bund als Förderung hinzu, 5700 übernimmt der Energieversorger. Bleiben für die Gemeinde Kosten von immerhin rund 40.000 Euro. „Hier könnten Bund und Land durchaus einen höheren Beitrag leisten“, fordern Niederziers Bürgermeister Hermann Heuser (SPD) und sein Allgemeiner Vertreter Dirk Lauterbach, schließlich sei Klimaschutz ja eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

An den neuen Ladesäulen tanken Autofahrer 100 Prozent Ökostrom, betont Heuser, abgerechnet wird entweder über einen Autostromvertrag, per Paypal oder Kreditkarte, ergänzt Heinen. Sein Unternehmen werde im westlichen Rheinland bis Ende April mehr als 80 weitere E-Ladesäulen errichten, davon 14 neue in „Kooperation mit unseren Partnerkommunen im Kreis Düren“.

Parkplätze nur zum Tanken

„Wir freuen uns, dass wir mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Gemeinde einen Anreiz für mehr emissionsarme und leise Fahrzeuge geben können“, betont Heuser. Bei der offiziellen Inbetriebnahme der neuen Ladesäulen konnten sich alle beteiligten direkt überzeugen, dass der Standort Schulzentrum gut gewählt wurde. Ein Schüler der Gesamtschule nutzte die Stromtankstelle bereits, um seinen Wagen anschließend auf einen anderen Parkplatz zu stellen. Denn die Stellplätze an den Ladesäulen sind Elektroautos beim Laden vorbehalten. (ja)

18.02.2020 / Dürener Zeitung / Seite 15 / LOKALES