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Radfahrer hat Vorteile

Rob Maris von „Pro Rad“ aus Kreuzau schreibt:

Was mir auffällt – und auch ein wenig stört – ist folgendes: Es wird über Parkplätze geredet; es wird nur davon ausgegangen, dass man mit dem Pkw ins Zentrum fährt. Toll. Ich zitiere Herrn Bülow: „Unsere Kunden kommen zu uns, parken direkt vor dem Laden und fahren dann 500 Meter weiter zum nächsten Geschäft. Eine lange oder komplizierte Parkplatzsuche schreckt die Menschen ab.“ Zeigt diese Aussage nicht überdeutlich, dass der Mensch „unheilbar“ den kürzesten Weg sucht? Ich verstehe nicht, warum das Fahrrad gerade in diesem Beispiel gar nicht erwähnt wird. 500 Meter weiter ein Fahrrad abzustellen, ist total unproblematisch. Immer. Der Radfahrer hat in kleineren Orten unbestreitbar Vorteile und ist übrigens genauso wie der Autofahrer sehr, sehr am kürzesten Weg zum Ziel interessiert! Die Verwaltung – insbesondere die in Langerwehe – sollte Voraussetzungen schaffen, dass es attraktiver wird, mit dem Fahrrad ins Zentrum zu fahren, und nebenbei auch noch ein Eis zu essen – Fahrrad halt daneben abgestellt. Man sollte auch nach Abkürzungsmöglichkeiten suchen oder eben welche schaffen, die für Pkws nicht passierbar sind. Nebenbei: Die verbliebenen Autofahrer haben es bei mehr Radverkehr mit der Parkplatzsuche etwas leichter. Abschließend: In einem kleineren Ort ist das Fahrradfahren zumeist sicherer als in einer Stadt, weil der Verkehr überschaubarer ist. Das gilt für Kreuzau aber mehr als für Langerwehe. In Kreuzau zum Beispiel ist die Hauptstraße nicht auch noch Durchgangsstraße. Eine extra Herausforderung für Langerwehe!

15.10.2019 / Dürener Nachrichten / Seite 17 / LOKALES