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Park und Bismarck-Quartier verschmelzen

Die Stadt investiert im Rahmen des Masterplans 2,86 Millionen Euro in die Umgestaltung des Theodor-Heuss-Parks. Beginn im März.

Düren. Neben der Umgestaltung von Straßen und Plätzen ist die Neugestaltung des Theodor-Heuss-Parks eine der zentralen Maßnahmen des Masterplans Innenstadt. Der Park und das neue Bismarck-Quartier sollen rechtzeitig zur geplanten Eröffnung des Vier-Sterne-Hotels mit Restaurant und des Tagungszentrums im Oktober 2018 gestalterisch miteinander verschmelzen und eine Einheit werden. Das sieht die Detailplanung des Dürener Landschaftsarchitekturbüros Reepel vor, das 2016 den Gestaltungswettbewerb gewonnen hatte. Die Detailplanung wurde am Donnerstag im Verkehrs- und Bauausschuss beraten.

Eine erhöhte Rasenfläche

Dank einer einheitlichen Gestaltung der Wege und Plätze sollen der Park und der Gebäudekomplex gestalterisch zu einem Ensemble werden, eingefasst von zwei mit Bäumen gesäumten Promenaden im Norden (zum Wirteltor-Gymnasium) und im Süden (Bismarckstraße). Auch wenn einige Bäume im Zuge der Neugestaltung des Parks weichen müssen, soll der charakteristische Baumbestand insbesondere zur Hans-Brückmann-Straße hin erhalten bleiben und mit unterschiedlich blühenden und sich im Herbst färbenden Gehölzen ergänzt werden. Die Baumkulisse soll den Rahmen für eine sich zum Bismarck-Quartier hin öffnende Lichtung geben. Diese zentrale Rasenfläche wird gegenüber den Wegen leicht (26 Zentimeter) erhöht, mit einer Stufe eingefasst und damit besonders in Szene gesetzt. Sie soll in Zukunft nicht nur Platz für Sport, Spiel und Begegnung sein. Die Bauverwaltung der Stadt kann sich dort auch Public-Viewing-Veranstaltungen oder ein mehrwöchiges Sommerkino vorstellen. Eine dafür erforderliche Stromversorgung wird daher während der Baumaßnahmen integriert. Auch Sportkurse und -veranstaltungen seien denkbar, heißt es. Selbst von Sonnenliegen, die freilich von Sponsoren zur Verfügung gestellt werden müssten, ist die Rede.

Im Norden wird die Promenade von Hochbeeten und Sitzgelegenheiten begleitet, entlang der Bismarckstraße werden Bänke und Pflanzinseln entstehen und die Bushaltestellen optisch integriert.

Ein weiteres gestalterisches Highlight soll eine großzügige Wasserfläche zwischen Park und Bismarck-Quartier werden, mit Holzstegen und Bänken. Mit einer Tiefe von 29 Zentimetern soll die Wasserfläche im Sommer nicht nur Kinder zu einer Abkühlung einladen.

Ein weiterer Blickfang dürfte der Bereich zwischen Rasen, Wasserfläche und der Außengastronomie des Hotels werden: Zwölf vereinzelt angeordnete Wasserfontänen sollen dort Besucher anlocken und zum Verweilen animieren.

Mit rund 2,86 Millionen Euro wird die ambitionierte und architektonisch ansprechende Umgestaltung des Theodor-Heuss-Parks mehr als doppelt so teuer wie ursprünglich einmal kalkuliert (1,25 Millionen Euro). Aber auch die deutlich höheren Kosten werden vom Land im Rahmen des Masterplans Innenstadt zu 80 Prozent bezuschusst. Ein Förderbescheid über 1,9 Millionen Euro liegt der Stadt bereits vor.

Heiner Wingels, städtischer Baudirektor, erklärt die Mehrausgaben zum einen mit der planerischen Idee, Park und Quartier miteinander zu verschmelzen und zum Beispiel die Promenaden von der Hans-Brückmann-Straße bis zur Moltkestraße durchzuziehen, zum anderen aber auch mit zusätzlichen Investitionen. So soll eine LED-Kette in der Stufe die angehobene Rasenfläche bei Dunkelheit hervorheben und eine Bewässerungsanlage dafür sorgen, dass der Rasen auch bei Dürre grün bleibt.

Der Umbau des Parks soll im kommenden März beginnen und im Oktober zur Bismarck-Quartier-Eröffnung weitgehend abgeschlossen sein. Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, wird auch daran liegen, inwieweit die dort tätigen Baufirmen die bislang für Bürocontainer und Materiallager genutzten Parkflächen freigeben können.

24.11.2017 / Dürener Zeitung / Seite 15 / Lokales Düren