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Einmal quer über die Baustelle Innenstadt

Schülerinnen des Mädchengymnasiums Jülich informierten sich über Masterplan Düren . 260-Millionen-Euro-Projekt.

Jülich/Düren. Schülerinnen des Mädchengymnasiums Jülich aus einem Erdkunde-Grund- und einem Erdkunde-Leistungskurs waren in Düren zu Gast, um sich dort von Thomas Floßdorf, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt, über den Masterplan Innenstadt Düren informieren zu lassen und einen Eindruck davon zu gewinnen, was sich in Sachen Stadtentwicklung in der Nachbarstadt tut. Das ist so einiges, wie Flossdorf erläutern und vorstellen konnte.

Ein Gang vom Bahnhof entlang der Josef-Schregel-Straße zum geplanten Bismarckquartier durch den Theodor-Heuss-Park über den Markt bis hin zum Kaiserplatz hatte den Schülerinnen, die von ihren Kursleitern Edmund Kempen und Christine Engels begleitet wurden, anschaulich vor Augen geführt, was in Düren verbessert werden muss, aber auch, was sich hier bereits tut.

Im Sitzungssaal des Dürener Rathauses ging Thomas Floßdorf mit den interessierten Schülerinnen anhand einer Broschüre zum Stand des Masterplans Innenstadt Düren schrittweise durch, was in den Bereichen, die gerade erlaufen wurden, geplant ist. Er legte dar, dass der Masterplan ein Gesamtvolumen von rund 260 Millionen Euro umfasst, was in etwa den jährlichen Gesamteinnahmen der Stadt entspräche.

Drei Millionen Euro Baukosten

„Allein der Umbau des Marktplatzes, den wir eben gesehen haben, kostet drei Millionen“, sagte Flossdorf und wies daraufhin, dass nicht nur die Oberfläche des Marktes erneuert wurde, sondern vor allen Dingen auch die Leitungen und Kanalrohre darunter.

Die Pläne für den Theodor-Heuss-Park und das Bismarckquartier wurden ebenso diskutiert wie die für den Kaiserplatz. „Wo kommt denn dann der Weihnachtsmarkt hin? Was passiert mit der Bushaltestelle und was mit der Rathaustreppe?“ waren Fragen, denen gemeinsam nachgegangen wurde. Auf Nachfrage erkannten die Schülerinnen in den Plänen zum Kaiserplatz auch den vorgesehenen „Papiereffekt mit Eselsohr“ auf einer Fläche des Plans. Flossdorf fasste zusammen, welche Leitbilder als rote Fäden im Masterplan Innenstadt immer wieder auftauchen: Wasser, Licht, Papier, Blickachsen und Bewegung. Zum Abschluss gab er einen Ausblick auf weitere Pläne im Rahmen des Stadtumbaus wie der Neubau des Hallenbades im Holzbendenpark und eine neue Wegeführung im Bahnhofsbereich.

Die Schülerinnen erhielten als Material für den Unterricht Stadtführer und Broschüren sowie Eintrittskarten für das Dürener Kino, als Anreiz wiederzukommen.

06.01.2018 / Jülicher Zeitung / Seite 14 / Lokales