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LESERBRIEFE

Komplettes
Lkw-Verbot

Die B 56n

Dieter Simons aus Kreuzau schreibt zur Ortsumgehung:

Von der Gestaltung der B 56n bin ich nur bedingt überzeugt, da an der Abzweigung zur Automeile ein Kreisverkehr sinnvoller gewesen wäre. Aber mich beschäftigt ein anderes Problem. B 56n: ein Segen für die Euskirchener Straße!?

Mehrmals wöchentlich fahren wir aus Kreuzau kommend nach Düren. Hier erleben wir jedes Mal, dass vor uns fahrende Lkw nicht den Weg über die L 327 (Am Sandberg) und weiter bis zur B 56 und dann über die B 56n Richtung Autobahn fahren, sondern quer durch die Stadt über die Friedrichstraße bis zur Oststraße, um dann an deren Ende links auf die Euskirchener Straße abzubiegen. Und genau hier werden die Stickoxid-Werte gemessen. Hier ist die Politik gefordert, um ein komplettes Lkw-Fahrverbot für die gesamte Stadt zu fordern, Anlieferer und Anlieger ausgenommen.

Eine einzige
Rennstrecke

Dirk Enkirch aus Düren kritisiert die Situation an dieser Stelle der Umgehungsstraße mit der Kölner Landstraße in der Kreisstadt:

Das neue Teilstück der B56n ist nicht nur für Radfahrer eine Katastrophe, sondern auch eine einzige Rennstrecke, da es keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt. Aber die Raserei endet nicht an der Kreuzung B56n/Kölner Landstraße, sondern geht von und in Fahrtrichtung Merzenich weiter. Vor allem Motorräder rasen die Kölner Landstraße rauf und runter. Eine Verkehrsüberwachungsanlage, kurz Radarfalle, würde hier einiges entschleunigen, vor allem, da es im Kreuzungsbereich das ein oder andere Mal gekracht hat. Auch würde hier eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 50 Kilometer pro Stunde die Kölner Landstraße in beide Fahrtrichtungen sicherer machen. Wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens auf der Kölner Landstraße ist es an der Stadtrandsiedlung Kerpenerstraße (im Dürener Volksmund Tonnedörp genannt) sehr risikoreich, die Bushaltestelle zu erreichen oder zu verlassen – vor allem für Schulkinder.

Unverschämtheit
der Planer

Auch Ilona Eichler aus Merzenich sieht die Kreuzung als eine „Katastrophe für Radfahrer“ an:

Hier kann ich nur voll zustimmen und die Aussage des Artikels begrüßen, da vielen Nicht-Betroffenen diese „Katastrophe“ unbekannt ist. Es ist eine Unverschämtheit, was sich die Planer diesbezüglich erlaubt haben. Der Hinweis auf Düren als fahrradfreundliche Stadt wird mit dieser Baumaßnahme ad absurdum geführt. Seit Jahrzehnten haben viele Radfahrer und Fußgänger diesen einzigen reinen Wirtschaftsweg der Ost-West-Verbindung nach Düren genutzt. Da sich ja vieles erst in der Detailplanung erstellt, habe ich naiverweise bis zuletzt auf eine Überbrückung oder Unterführung für diesen Wirtschaftsweg gehofft, wie sie im Baubereich Ellen erstellt wurden, unter anderem auch für Tiere. Als Ironie des Schicksals stellt sich in diesem Zusammenhang der in derselben Ausgabe erschienene Leserbrief „Spüren keine Entlastung“ von Herrn Radtke dar, in dem er darauf hinweist, dass trotz Teilfreigabe der B 56n der Schwerlastverkehr sich stadtein- und -auswärts weiterhin über die Friedrich-, Bonner und Oststraße drängt. Meiner Meinung nach wird er nicht der einzige Dürener bleiben, der sich über die Nichtentlastung seines Wohnumfeldes wundern wird.

Stark genutzter
Radweg getrennt

Ursula Pelzer konnte sich nicht vorstellen, dass der von vielen Radfahrern genutzte Wirtschaftsweg zwischen Düren und Girbelsrath wegen der B 56n getrennt wurde:

Lange habe ich gehofft, der Radweg parallel zur Kölner Landstraße werde in Gänze bestehen bleiben. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass im Kreis Düren, der als fahrradfreundlich gilt, ein solch attraktiver und stark genutzter Radweg dank der neuen B 56n unüberwindbar durchtrennt wird. Doch die Realität hat mich eingeholt, und die Fahrradfahrten nach Düren werden lauter, hektischer und weniger sicher. Daher bin ich froh, dass über die Missstände berichtet wurde. Und danke der AG ProRad für ihr Engagement.

Hohe Kompetenz
bei den Tippern

Fußball

Karl-Heinz Witt aus Düren hat eine Statistik erstellt:

Bei den insgesamt 29 gewerteten Durchgängen (ein Spieltag fiel komplett den widrigen Wetterverhältnissen zum Opfer) gab es 26 verschiedene Gewinner der von der Sparkasse Düren jeweils ausgelobten 50 Euro. Mit 19 Siegern stellten zwar die Männer die Mehrzahl. Dafür fanden sich unter den sieben weiblichen Gewinnerinnen aber gleich zwei Mehrfach-Sieger. Renate Deckert konnte dreimal, Gertrud Velden immerhin zweimal die Prämie einstreichen. Und auch der beste Tipp insgesamt stammte von einer Frau: Claudia Maurer schaffte es als einzige, Anfang April alle neun Spielausgänge richtig zu tippen. Neunmal mussten im Übrigen schon acht Spiele richtig getippt werden, um gewinnen zu können. Das spricht für eine große Fußballkompetenz der Teilnehmer, wobei natürlich auch Glück dazu gehörte, weil an 21 Spieltagen das Los über den Sieger oder die Siegerin

entscheiden musste. Dass die Gewinne beim Tippen der lokalen Fußballspiele keinesfalls Zufall waren, zeigte sich beim anschließenden WM-Tippspiel, bei dem sowohl Markus Kuckertz und An-drè Becker als auch Leo Hüffel und Barbara Hellenthal neben ihren (einmaligen) Gewinnen während der Saison jeweils weitere 50 Euro beim WM-Tipp ergatterten. Ich gehe davon aus, dass alle Gewinner der vergangenen Spielzeit weiter an dem Tippspiel teilnehmen werden. Und wer bisher nicht so erfolgreich oder glücklich war, hat neue Chancen. Ich bin jedenfalls wieder dabei!

29.08.2018 / Dürener Nachrichten / Seite 18 / Lokales